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Rente gut - alles gut (Cash) 
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Pressestimmen zu „Rente gut - alles gut (Cash)”

Die lebende Leiche

Michael Cooneys Farce „Rente gut – Alles gut“ hatte in der Komödie Premiere. Tempo und Spielwitz hielten sich bis zur Schlusspointe. Und die Premierengäste sprangen zum Applaus begeistert auf.
Kaum tritt das putzmuntere, sichtlich spielbegeistere Ensemble in der „Komödie“ zum Schabernack an, schlagen die Wogen des Vergnügens hoch. Dabei ist das Stück um einen Sozialbetrüger, der über zwei Jahre das System erfolgreich unterläuft und dann vergeblich auszusteigen versucht, eine geschmackliche Gratwanderung.
Das Ballett der Komödianten – sofort perfekt.
Regisseur Anatol Preissler gelingt das Kunststück, den glitschigen Boden trittfest zu machen und seine Truppe darauf so sicher zu leiten wie ein Choreograf. Das Ballett der Komödianten stimmt vom ersten Moment an. Der Schwindler (souverän: Rolf Berg) sitzt in der Tinte, als ein Prüfer des Sozialamts (schön schräg: Momme Mommsen) seltsamen Geschehnissen auf die Spur kommt: Dutzende von Menschen leben angeblich unter einem Dach, sind entweder bedürftig oder von Gebrechen gebeutelt – und immer wird Geld kassiert. Dem ertappten Betrüger läuft alles aus dem Ruder, in seiner Not macht er seinen gutherzigen Untermieter zum Komplizen und zwingt ihn zu tolldreisten Lügen. Tapfer spielt der nette Norman mit – Harald Pilar von Pilchau kostet seinen dankbaren Part genüsslich aus. Stimmig besetzt sind auch die anderen Rollen: die ahnungslose, zunehmend hysterische Ehefrau Linda (Mona Perfler), der übereifrige „Partnerschafts-Moderator“ (Volker Brandt), der ulkige Onkel George (Melchior Morger), die beflissene Gemeindehelferin (Susanne Meikl), der würdevolle Bestatter (Karl-Heinz von Hassel), die gestrenge Chefin vom Sozialamt (Christiane Hecker).
Bei der Premiere ließen Tempo und Spielwitz nicht nach – bis zur Pointe am Schluss, bei der die vom Lachen erschöpften Premierengäste zum Applaus aufsprangen.

Klaus M. Schmidt
(WZ 23.11.2007)
Rente gut, alles gut! Witz-Premiere mit Volker Brandt in der Komödie

Falsches Spiel mit einer Leiche
War das ein Gejohle und Gelächter. Das Premierenpublikum kugelte sich in den Sitzen. „Rente gut – Alles gut“ in der Düsseldorfer Komödie. Freunde, dieses Stück ist wegen drohender Zwerchfell-Verletzungen schmerzensgeldpflichtig.
Das Stück. Der Engländer Michael Cooney hat diese Farce (eine Komödie, die von unglaublichen Verwechslungen und Verkleidungen lebt) geschrieben. Eric ist seit zwei Jahren arbeitslos, traute sich aber nicht, das seiner Frau Linda zu gestehen. Erst kassiert er den Sozialamts-Scheck für seinen ausgewanderten Untermieter, dann erfindet er jede Menge hilfsbedürftige Hausbewohner und bekommt Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente. Als ein Prüfer des Amtes kommt, bricht ein unglaubliches Verwechslungschaos aus.
Die Schauspieler. Die erste Garde des Boulevard-Theaters. Allen voran Harald Pilar von Pilchau als zum Schreien komischer Untermieter. TV-Stars wie Rolf Berg (der irrwitzige Eric), Volker Brandt (als verhuschter Partnerschafts-Moderator), Karl-Heinz von Hassel, Christiane Hecker, Susanne Meikl, Momme Mommsen, Mona Perfler (keine heult so schön wie sie) und Melchior Morger (herrlich als falsche Leiche) spielen sich in einen Rausch.
„Komödie“ – auf dem besten Weg zur Nr. 1 auf dem Düsseldorfer Boulevard.

Jörg Hackendahl
(Bild, 23.11.2007)
Irres Bäumchen wechsel dich

Held der flotten Inszenierung (Regie: Anatol Preissler) mit einem insgesamt überzeugenden Ensemble wird so Bassett als sein eigener Sohn, tauber Klavierstimmer und sogar als Gattin des Hausherrn. Von Pilchau „passieren“ die unwahrscheinlichsten Lügen mit einer Chuzpe, die einem die Tränen in die Augen treibt.

Klaus M. Schmidt
(WZ 23.11.2007)
Es lebe das Bühnen-Chaos

Rente gut – Alles gut: Tempo, Slapstick und neun starke Schauspieler in der Komödie
Slapstick in bester Manier hat Regisseur Anatol Preissler der Vorlage von Autor Michael Cooney entsprechend da auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gezaubert. Und als wenn es die Besucher den agilen Schauspielern um die TV-Ikonen Volker Brandt und Karl-Heinz von Hassel nachmachen wollten, hielt es sie nach der Schlussszene nicht mehr auf den Sitzen. Stehende Ovationen für „alle Neune“ als Dank für einen Riesenspaß, der ihnen da beschert worden ist.
Zum Stück: Eric (Rolf Berg erinnert mit seinen Grimassen auffällig an Louis de Funes) ist seit zwei Jahren arbeitslos, hat dies seiner Linda aber noch nicht gestehen wollen. Mit einem regelmäßigen Scheck vom Sozialamt für einen ausgewanderten früheren Untermieter hat er sich zunächst über Wasser halten können und ist auf den Geschmack gekommen. Er erfindet etliche weitere hilfsbedürftige Hausbewohner und kassiert u.a. Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter- und Krankengeld. Als ein Prüfer des Sozialamtes unvermittelt auftaucht, droht alles wie ein Kartenhaus zusammenzustürzen. Aber Eric rettet sich mit irren Ausreden über die Runden – und dadurch, dass er mit der Neuverteilung von Namen ein aberwitziges Verwechslungsspiel in Gang setzt. Das läuft vor allem deshalb so hochprofessionell ab, weil jede(r) der neun Darsteller(innen) seinen/ihren Part optimal umsetzt. Es lebe das Bühnen-Chaos!

Michael Grixa
(express, 23.11.2007)
Lügen bis das Amt kommt

„Rente gut – Alles gut“ in der Komödie. Anatol Preissler inszenierte die Cooney-Farce mit rasantem Start, quirligen Darstellern
Irrwitziger Figurensalat

Das Stück aus der Feder von Erfolgsautor Michael Cooney hat zwar nur eine Idee, die setzt Regisseur Anatol Preissler aber in rasanter Konsequenz um: Hausherr Eric, dem Rolf Berg ein herrlich überzogenes Mienenspiel verleiht, mimt als geistesgegenwärtiger Trottel zunächst seinen eigenen Untermieter. Der schluffige Norman (der vielseitige Harald Pilar von Pilchau) wiederum spielt seinen Vater sowie seinen eigenen Bruder gleich dazu. „Ganz logisch“, findet auch Onkel George (Melchior Morger) und steigt mit in das ausufernde Verwirrspiel ein.
Die Fäden hält zunächst nur einer in der Hand: Der souveräne Kontrolleur des Sozialamts (Momme Mommsen), der alle Wahrheit in seiner übergroßen Akte glaubt. Die Teetasse in der Hand, zieht er genüßlich an den Strippen seines Wissens und lässt sie Falschspieler wie Marionetten ihrer eigenen Lügengespinste herumhampeln.

Dominik Maeder
(NRZ, 23.11.2007)
Rente gut, alles gut“: Jubel bei der Premiere

Das Stück „Rente gut – alles gut“ startete am Mittwochabend in der Komödie an der Steinstraße mit stehenden Ovationen und einer Premierenparty, bei der zahlreiche bekannte Gesichter mitfeierten. Unter den Gästen: die Schauspielerinnen Angelika Bartsch, Petra Nodolny, Billi Zöckler und Darsteller Jens Hajek, sowie Moderatorin Isabel Varell. Auch Heribert Klein von der Dresdner Bank saß im Publikum. Das Stück ist bis zum 12. Januar zu sehen.

(WZ, 23.11.2007)