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Der Priestermacher 
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Pressestimmen zu „Der Priestermacher”

Streitgespräch der Prediger

In der „Komödie“ hatte das Stück „Der Priestermacher“ mit Thomas Freitag Premiere. Zu erleben war ein heiterer Abend, in dem es um die Frage geht, wer den Menschen Gott nahe bringen soll – und vor allem wie.
Gleich bei der ersten Begegnung wird der Grundstein für Dialoge gelegt, die – Gott sei Dank! – niemals ins schmierig Komödiantische abrutschen, sondern mit der richtigen Dosis Humor ein wichtiges Thema behandeln, das ursächlich hinter den „drei großen K: Katholische Kirche in der Krise“ (Zitat Pfarrer Thaddäus) steht: Wie wird ein Geistlicher seiner Aufgabe gerecht? Wie schafft er es, in schwierigen Lebenslagen wirksam Trost zu spenden? In „Der Priestermacher“ werden Antworten auf diese Fragen in freundlichen Streitgesprächen und originellen Rollenspielen überlegt.
Während dieser Wortgefechte beweist sich Thomas Freitag glanzvoll als der Meister gängiger Phrasen, denen er gekonnt – entlarvend den hohlen Beiklang zufügt. Pfarrer Thaddäus ist eine Paraderolle für den Kabarettisten und Stimmenimitator, souverän greift er in die über Jahre gut gefüllte Trickkiste der Sprüche und Gesten.

Von Natascha Plankermann
Rheinische Post, 22.01.2010
Viel Applaus für den Priestermacher

„Wir sind keine Engel, wir machen nur ihren Job.“
Wunderbar, wie Thomas Freitag diesem Geistlichen Thaddäus ein grantiges Gesicht gibt. Mit allen Tricks und Schlichen bringt er den rebellischen Seminaristen (Constantin Lücke) auf den Weg zum lieben Gott.
Begeistert feierte das Premierenpublikum gestern Abend in der Komödie Steinstraße einen feinen Theaterabend.
Komödien-Chef Helmuth Fuschl inszeniert witzig, rasant, schlagfertig. Neben den herausragenden Darstellern bringt das Bühnenbild viel Stimmung. Immerhin hat der berühmte Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly zum ersten Mal im Theater Hand angelegt.

Von Jörg Hakendahl
Bild, 21.01.2010
„Kar-Freitag“

Ein überzeugender „Priestermacher“
Es geht eine fein- bis manchmal tiefsinnige Komödie über die Bühne. Dennoch: In der Inszenierung von Komödien-Hausherr Helmuth Fuschl darf Thomas Freitag als Rotwein liebender Priester auch mit deftigen Ausdrücken und Einlagen auf Schwäbisch brillieren.
Viel Applaus mit Bravorufen für die beiden Akteure.

Von Gisela Rudolph
Express, 22.01.2010
Ein Theologe in Rotweinlaune

Thomas Freitag glänzt in „Der Priestermacher“.
Von Engelmacherinnen oder Wettermachern hat man gehört, aber von einem „Priestermacher“? So merkwürdig der Titel von Bill C. Davis Komödie klingt, es geht tatsächlich um das vergnügliche „Making of“ eines Jung-Priesters – womit die Komödie in der Steinstraße nach „Don Camillo“ zum zweiten Mal auf der Straße kirchlicher Bühnenexerzitien wandelt.
Thomas Freitag mimt einen Priester mit lockerem Verhältnis zu Notlügen.

Von Hans-Christoph Zimmermann
Westdeutsche Zeitung, 22.01.2010
Die Lehren des Pater Thaddäus

Absolut empfehlenswert: Thomas Freitag spielt in der Komödie an der Steinstraße den „Priestermacher“, Hausherr Helmuth Fuschl inszeniert
Mit dem Stück, das weit über übliches Boulevardtheater hinausreicht und den Finger auf die Wunden der katholischen Kirche legt, landet die Komödie einen weiteren Coup. Denn nicht nur Freunde spitzzüngigen Kabaretts kommen hier auf ihre Kosten. Dafür sorgen Tempo und Pointen des von Thomas Freitag auf deutsche Verhältnisse zugeschnittenen Textes ebenso wie das Kabarett-Urgestein selbst.
Zurück an seine Wurzeln als Schauspieler geht Freitag damit und demonstriert mit Bravur, wie eng Sprechtheater und Kabarett verbunden sind. Zwar gibt er als sanftmütiger Pater und Lehrer des Diakons Christopher allen Affen Zucker. Doch trotz seiner Kabinettstücke eines routinierten Stimmimitators spielt er seinen Kompagnon nicht an die Wand. Auch Constantin Lücke überzeugt als jugendlicher Gegenspieler mit Engelsgesicht, als aufrührerischer Diakon, der das, was er von der Kanzel verkündet, auch zu tun gedenkt. In Rotwein getränkte Halbwahrheiten und faule Kompromisse, mit denen Pater Thaddäus seine Schäfchen einlullt und bei der Stange halten will, lehnt er ab.
Atmosphärisch dicht und originell ist das Bühnenbild von Jacques Tilly, der als Karnevals-Ausstatter weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Von Michael-Georg Müller
NRZ, 22.01.2010
Mein Gott, Herr Pfarrer

„Der Priestermacher“ mit Thomas Freitag in der Komödie an der Steinstraße
In der Komödie an der Steinstraße hatte „Der Priestermacher“ am Mittwochabend in einer kurzweiligen Inszenierung von Hausherr Helmuth Fuschl Premiere. Schon bevor´s richtig losgeht, begeistert das Drumherum: Künstler Jacques Tilly, bekannt als der Mann hinter den Karnevalswagen des Düsseldorfer Rosenmontagszugs, hat sich erstmals als Bühnenbildner betätigt und dem Stück den angemessenen Rahmen gegeben.
Thomas Freitag ist famos in der Rolle des Geistlichen, der hier sehr bequem herüberkommt, pragmatisch bis faul und doch so liebenswert, dass man ihn mögen muss. Überdies kann er seine Fähigkeiten als Parodist perfekt ausspielen – etwa, als Thaddäus mit seinem Schützling ein Gespräch mit dem gestrengen Monsignore simuliert und dazu in dessen Rolle schlüpft. Nur die Brille herunter geschoben, die Stimmlage gewechselt und ein wenig tiefer in den Stuhl gerutscht: Schon scheint das Zwei- zum Drei-Personen-Stück zu werden.
Den perfekten Gegensatz zum pragmatischen Priester gibt Constantin Lücke als idealistischer Nachwuchsgeistlicher. Der 30-Jährige, der in Berlin lebt, aber eigentlich aus dem Bergischen Land kommt, verleiht seiner Rolle die perfekte Portion Halsstarrigkeit, beweist ein hervorragendes Timing beim Pointen-Setzen und muss sich keineswegs hinter seinem bekannten Gegenpart verstecken.
Am Ende des Stücks gibt es begeisterten Applaus und viele Bravo-Rufe.

Von Nicole Lange
Welt-Kompakt, 22.01.2010
Applaus für Komödie

Eine große Schar von Prominenten kam zur Komödien-Premiere des Stücks „Der Priestermacher“ von Bill C. Davis, um Kabarettist Thomas Freitag in seiner neuen Rolle als Pfarrer zu erleben und applaudierten am Schluss des Stückes mit „Standing Ovations“. Im Prominententrubel wurde die Schauspielerin Tanja Szewczenko mit ihrer Mutter und ihrem Partner Norman Jeschke gesichtet, Andrea Spatzek freute sich, ihren ehemaligen Lindenstraße-Kollegen Martin Armknecht wieder zu sehen. Die Schauspieler Jens Hajek, Joris Gratwohl, Christiane Hecker kamen, Kabarettist-Kollege Kalle Pohl musste nach der Vorstellung sofort nach München weiter. Psychologin Susanne Altweger, die Sportlegende Walter Köberle, Parfumeur Frank Schnitzler sowie Margrit Kempf (Chefin Tourneetheater München) waren ebenfalls zu Gast.
Für die beiden Komödien-Chefs Helmuth Fuschl und Paul Haizmann gab es viel Lob für den Mut, das Stück auf den Spielplan zu setzen.

Stadtgespräch, 22.01.2010