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Pressestimmen zu „Oskar und die Dame in Rosa”
Johanna von Koczian spielt in der Komödie
Wenn sie lacht, klingt das immer ein bisschen wie ein Silberglöckchen. Und wenn sie spricht, dann mag man mit dem Zuhören nicht aufhören, weil ihre Stimme einfach diesen unnachahmlichen Klang hat. Johanna von Koczian spielt in der Komödie.
(Düsseldorfer Anzeiger, 21.10.2009)
In der Komödie an der Steinstraße spielt Johann von Koczian eine ältere Dame, die einem leukämiekranken Jungen die Zeit im Krankenhaus vertreibt – indem sie ihm sein Leben erzählt. Ein Abend, der unter die Haut geht.
2007 schrieb Regisseur Martin Woelffer für Johanna von Koczian die deutsche Bühnenfassung. Nach Berlin und Hamburg gastierte sie damit an der Komödie – und will ihr preisgekröntes Solo künftig nie wieder spielen. Ein Kraftakt von zwei Stunden, in dem die Schauspielerin virtuos die Rollen wechselt. Glaubhaft trifft sie jede Nuance, ist zart und wütend, kindlich, heiter und aufmüpfig. Mit ihrer Sprachkunst erschließt Johanna von Koczian die wunderbare Welt der Poesie.
Wer keine Angst vor einem Kloß im Hals und seinen eigenen Tränen hat, wird diesen außergewöhnlichen Abend beglückt annehmen.
Das Publikum dankte im Stehen mit langem Beifall.
(Rheinische Post, 23.10.2009)
Grandiose Johanna von Koczian verzaubert Publikum
Ein ganz großer Wurf ist der Komödie da gelungen: Eric-Emmanuel Schmitts Bestseller „Oskar und die Dame in Rosa“ feierte eine grandiose Premiere im Haus an der Steinstraße.
Hier ging ein Kammerspiel über die Bühne, das das Publikum zwei Stunden in seinen Bann zog. Traurig, aber auch heiter und hoffnungsvoll ist sie, die Geschichte vom kleinen Oskar. Unheilbar an Leukämie erkrankt, verbringt er seine letzten Tage im Krankenhaus. Mit Briefen an den lieben Gott – dazu hat ihm die Patientenbetreuerin, die Dame in Rosa, geraten.
All dies wird von der grandiosen Johanna von Koczian im Ein-Personen-Stück beispiellos verkörpert. Sie ist die Dame in Rosa ebenso wie der Briefe schreibende Oskar, die Patienten-„Kumpels“ und auch der hilflose Arzt. Allein auf der Bühne, lässt die Vorzeige-Künstlerin die Welt des todkranken Jungen bildhaft wie im Film entstehen. Wunderbar.
Standing Ovations vom Publikum, darunter viele prominente Schauspielerkollegen. Ergriffenheit und höchste Bewunderung einte sie alle. Autorin und Schauspielerin Renan Demirkan hatte es regelrecht die Sprache verschlagen: „Ich bin vollkommen im Banne der Aufführung.“
(Express, 23.10.2009)
Mit sparsamen Gesten
Es ist faszinierend, wie Johanna von Koczian wechselnd in die Positionen von Oskar und Oma Rosa, seiner Betreuerin im Krankenhaus, schlüpft. Mit einer nur leichten Veränderung der Stimme und sparsamen Gesten zollt sie der Handlung Respekt und verleiht ihr so Gewicht.
Die Aufführung bleibt immer in der Balance zwischen Zartheit, Trauer und Fröhlichkeit. Anrührend ist Oma Rosas Geschenk an Oskar: Eine Pflanze, die an einem Tag aus ihrem Samenkorn sprießt, erblüht und verwelkt. Zeit bekommt dadurch für den Sterbenden – und für die Lebenden – eine andere Relation.
Zur Premiere war die Rolle des Publikums prominent besetzt. Stehende Ovationen gab es unter anderem von den Schauspielern Heinrich Schafmeister, Karl-Heinz von Hassel, Andrea Spatzek, Moritz Zielke, Joris Gratwohl, Hanna Seiffert und Ute Stein.
(NRZ, 23.10.2009)
Das Publikum raste. Minutenlange stehende Ovationen. Bravorufe. Mit einem fulminanten Solo hat sich Johanna von Koczian (75) in die Herzen der Düsseldorfer Theaterfans gespielt. Ihr Soloabend „Oskar und die Dame in Rosa“ in der Komödie Steinstraße – ein absoluter Leckerbissen für alle Theaterfans, bei dem die Grande Dame der Schauspielkunst alle Register ihres Könnens zieht.
Ein großartiger, intensiver Theaterabend zum Zuhören.
(Bild Düsseldorf, 23.10.2009)
Eric-Emmanuel Schmitts Monolog „Oskar und die Dame in Rosa“ ist ein Paradestück für eine wandlungsfähige Schauspielerin.
Und das zeigt Johanna von Koczian in der Komödie. Doch zunächst gelingt der berühmten Schauspielerin in Martin Woelffers Inszenierung etwas weit Wichtigeres, sie bewahrt Schmitts Text vor Sentimentalität und Kitsch.
Johanna von Koczian zeigt eine eindrucksvolle Wandlungsfähigkeit von Kindlichkeit bis Altersweisheit und deutet an, dass bei allem lebensweisen Humor das Stück auch ein Wunschtraum einer einsamen Frau sein könnte. Ein feinfühliger Abend, der einem ernsten Thema mit viel ermutigendem Witz begegnet.
(WZ 23.10.2009)
Beifall für die Dame in Rosa
Der Applaus war längst verklungen, der Zauber aber hielt an. Viele Premierengäste von „Oskar und die Dame in Rosa“ blieben noch lange in der Komödie an der Steinstraße und scharten sich um Johanna von Koczian, tief berührt von deren großartiger Leistung. Darunter die Schauspieler-Paare Hanna Seiffert und Dieter Prochnow, Kerstin Gähte und Lutz Reichert sowie Wolfgang Reinbacher und Karl-Heinz von Hassel. Kollegin Ute Stein erinnerte sich an eine gemeinsame Tournee mit Neil Simons Stück „Das zweite Kapitel“ vor gut 20 Jahren. „Ich musste kurzfristig für Anita Kupsch einspringen. Johanna war damals mein Fels in der Brandung und hat mich wunderbar geleitet.“ Heinrich Schafmeister, mit Frau Jutta häufig in der „Komödie“ anzutreffen, zeigte sich nicht nur beeindruckt von „Oskar und die Dame in Rosa“. Er honorierte auch den Mut, das besinnliche Solo-Stück in der Komödie aufzuführen: „Dass dieses Theater sich das traut, ist lobenswert.“ Renan Demirkan, Schauspielerin und Autorin, hatte Johanna von Koczian nie zuvor auf der Bühne gesehen. „Am besten gefiel mir, wie sie die schöne Sprache zum Leben erweckt. Es ist eine so einfache und doch so komplex erzählte Geschichte.“ Die Heldin des für sie enorm kräftezehrenden Abends saß mit stillem Lächeln am Tisch und freute sich über die vielen Glückwünsche. Heute kommt eine weitere Ehrung hinzu. Im Künstlerhotel „Stage“, in dem sie während ihres Gastspiels wohnt, wird eine Suite nach Johanna von Koczian benannt.


