- Kontakt
-
Komödie Düsseldorf GmbH
Steinstrasse 23
40210 Düsseldorf
- Vorverkauf Theaterkasse
-
Mo.-Sa.: 10.00 - 19.00 Uhr
Sonntag: 16.00 - 18.00 Uhr
Tel: 0211 - 32 51 51
Tel: 0211 - 13 37 07
Mail: abo@komoedie-steinstrasse.de
Mail: sonntag@komoedie-steinstrasse.de - Verwaltung
-
Tel: 0211 - 30 20 10 30
Fax: 0211 - 39 68 63
Mail: info@komoedie-steinstrasse.de - Bankverbindung
-
Stadtsparkasse Düsseldorf
BLZ 300 501 10
Konto-Nr. 100 131 83
Pressestimmen zu „Ganze Kerle”
Die Komödie in der Steinstraße zeigt in einer überarbeiteten Fassung die kanadische Komödie „Ganze Kerle“: Vier Paketboten lassen sich in die Kunst der Travestie einführen, um Geld für ein krankes Kind zu sammeln. Ein vergnüglicher Blick auf Geschlechterrollen – nicht nur für Frauen.
Die wenigen Herren, die sich am Premierenabend im Gestühl der „Komödie“ verlieren, fallen kaum auf. Die Damen in deutlicher Überzahl giggeln schon beim Reinkommen. Warum auch den eigenen Mann mitnehmen, wenn auf der Bühne „Ganze Kerle“ zu bejubeln sind? Dabei können durchaus auch Männer diesen köstlichen Spaß genießen. Die Komödie der kanadischen Autorin Kerry Renard hatte Regisseur Matthias Freihof für seine Düsseldorfer Inszenierung im August 2007 komplett neu bearbeitet. Schon damals war „Ganze Kerle“ ein Riesenerfolg, eroberte danach den Berliner Boulevard, wurde auf Tournee gefeiert und gastiert demnächst in Dresden.
Als Geschenk zum Jahreswechsel holt die „Komödie“ die Truppe erneut nach Düsseldorf. Matthias Freihof gelang es, seine Mannen fast vollzählig einzufangen.
Die Gags zünden in der neuen Fassung von Anfang an.
Überhaupt passt das Stück viel besser zur stimmungsvollen Weihnachtszeit, in der es auch spielt. Gleich zu Anfang wird gewichtelt. Die vier Kollegen sind Paketboten: der bedächtige Witwer Georg (Lutz Reichert), der frustrierte Ehemann und Blondinenwitz-Erzähler Klaus (Matthias Kostya), der muntere Ossi Enrico (Matthias Freihof) und Siggi, das drollige Muttersöhnchen. René Hofschneider, einziger Neuer im Ensemble, spielt ihn wunderbar komisch. Er ist der Erste, der sich mit Feuereifer in ein Abenteuer stürzt, als habe er nur darauf gewartet.
Warum eigentlich ist es so unglaublich lustig, wenn Männer sich in Frauen verwandeln? Ganz einfach. Das beginnt beim Staunen über die bloße Existenz von Abdeckstiften. Bei den Grimassen, wenn das Lippenrot verschmiert oder die breite Brust mit verzweifelten Verrenkungen in einen Büstenhalter gezwängt wird. Kaum fällt eine Hose, seufzt es aus dem Publikum: „Diese Waden!“ Bei Siggis Versuch, die Tücken hoher Hacken zu überlisten, quietschen alle vor Vergnügen. Erst recht, wenn Kollege Klaus scheinheilig nachhakt: „Gibt´s die auch mit Stützrädern?“
In raschem Rhythmus ist ein bunter Reigen zu erleben. Alle sind dabei, die Gitte und die Nina, die Zarah und die Marlene, sogar die Callas als entrückte Diva.
Urkomisch: die herzigen Volksmusik-Hellwigs, die schrille Gisela Schlüter als erschöpfte „Hausfrau auf der Wanderschaft“. Wenn Nana Mouskouri und Mireille Mathieu ihren Zickenkrieg nach Noten zelebrieren, spätestens aber, wenn sich der verführerische Star aus „Cabaret“ verfünffacht und ein Rudel rothaariger Lizas mit Strapsen, Miedern und Zylindern die Bühne dominiert, fragt man sich leicht irritiert: Wann ist ein Mann ein Mann? Aber wer will das schon so genau wissen. Das reizvolle Geschlechterspiel der „Ganzen Kerle“ ist Antwort genug.
„Ganze Kerle“ läuft als Wideraufnahme bis zum 09. Januar in der „Komödie in der Steinstraße“. Matthias Freihof hat das Stück von Kerry Renard neu bearbeitet und inszeniert. Höhepunkt ist eine 25-minütige Travestie-Show.
Von Regina Goldlücke
Ovationen für die Premiere von „Ganze Kerle“
Wunderbar, was Matthias Freihof, Michael Pyter, Matthias Kostya, Lutz Reichert und Jo Weil da auf hohen Hacken und im falschen Fummel für ein grandioses Komik-Feuerwerk abbrennen. Sie sind die Mitarbeiter eines Paketdienstes, die für die Tochter ihres Chefs die Kosten für eine Delfin-Therapie einspielen wollen.
Einfach umwerfend, wenn Muttersöhnchen Siggi seine ersten tapsigen Geh-Versuche auf Pumps hinlegt („Gibt´s die auch mit Stützrädern?“). Oder wenn Klaus eine Perücke aufprobiert („Du siehst aus, wie Milva auf der Flucht.“). Freche Dialoge steigern sich bis zum Höhepunkt – einer wilden Keilerei zwischen Nana Mouskouri und Mireille Mathieu. „Akropolis adieu, die weißen Rosen sind verblüht.“
Die tollen Kerle in Strapsen können nicht nur herrlich die falschen Busen beben lassen, sie schmettern sich auch durch ein Repertoire von Travestie-Klassikern wie „Bye bye mein lieber Herr“ oder „Lady Marmelade“.
Applaus, Applaus für diese Ganzen Kerle, die bis zum 9. Januar die stärksten Frauen von Düsseldorf sind.
Von Jörg Hakendahl
Manchmal können Wiederholungen richtig gut sein. Bestes Beispiel sind „Ganze Kerle“, die seit Mittwoch nach ihren erfolgreichen Auftritten im letzten Jahr wieder über die Bühne der „Komödie“ an der Steinstraße stöckeln. Die Travestie-Revue mit Lutz Reichert, Matthias Freihof, Matthias Kostya, Michael Pyter und Jo Weil gehört zum Besten, was hier jemals geboten wurde. Ein Stück mit Lachsalven-Garantie. So herrlich bunt und schräg, da gibt´s am Ende stets zu Recht stehende Ovationen.
Zum Inhalt: Um Therapiekosten für die kranke Tochter ihres Chefs zusammenzubringen, inszenieren die Mitarbeiter eines Paketdienstes eine urkomische Bühnenshow mit Schlager- und Musical-Klassikern. Ablachen bis zum 9. Januar.


