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Norman, Bist du es? 
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Pressestimmen zu „Norman bist du es?”

Männerliebe

„Norman, bist Du es?“ fragen Ron Clark und Sam Bobrick und die Komödie an der Steinstraße antwortet mit Witz und Selbstironie. Kalle Pohl liefert kölsche Comedy-Kabinettstückchen.

Stürmisch gefeiert

Norman nimmt den Vater aus Mitleid auf, fürchtet sich jedoch davor, ihm sein Schwulsein und seinen Lebensgefährten zuzumuten. Genug Stoff für komische Situationen, Wortspiele und kabarettistische Einlagen. Daher besetzte Fuschl die Rolle von Normans Vater mit Kalle Pohl. Eine treffsichere Entscheidung.
Denn das komödiantische Naturtalent Pohl, bekannt aus Rudi Carrells TV-Runde „Sieben Tage, sieben Köpfe“, liefert in seinem unnachahmlichen rheinisch-kölschen Jargon, eine Kabinettstück nach dem anderen. Als entsetzter Vater, der sich mit der Homosexualität seines eigenen Fleisch und Blut nicht abfinden will und dies für eine Krankheit hält, liefert Pohl haarsträubende Comedy-Szenen. Er will Norman – sensibel, aber auch kess gespielt von Wonneproppen Otto Beckmann – von der „Kerle-Krankheit“ heilen und heuert eine Prostituierte in Lack, Leder und Strapsen an.
Bis ins Groteske steigern sich die Verwicklungen, wenn der vom Vater verhasste Lover Tom Normans Eltern wieder zusammenbringt. Denn Tom, der gleich zu Beginn die Hüllen fallen lässt, ist von Beruf Familien-Psychologe. Julian Manuel macht in dieser Rolle, auch angezogen, eine gute Figur. Jubel, Trubel, Sarkasmus und ein Schuss Moralin. Auch das passt zu dieser amerikanischen Komödie mit Lokalkolorit, die nicht nur Schwulen oder ihren Eltern wärmstens zu empfehlen ist.

Kultur in Düsseldorf
von Michael-Georg Müller
(NRZ 11.05.2007)
Kalle Pohl gut in Form

In der Komödie an der Steinstraße hatte „Norman, bist Du es?“ von Ron Clark und Sam Bobrick Premiere. Kalle Pohl macht in diesem Stück um das Thema Outing eine gute Figur. – Dankbare Lacher, viel Applaus.
Bereits 1970 wurde die Komödie von Ron Clark und Sam Bobrick in New York zum Sensationserfolg, doch auch heute noch ist das Thema Outing nicht ganz ohne. In der Komödie an der Steinstraße sorgte Regisseur Helmuth Fuschl für behutsame und nicht allzu derbe Aktualisierungen, verließ sich ansonsten ganz auf seine Darsteller. Die wiederum ließen Kalle Pohl den Vortritt, der den Wäscher aus der Provinz zu einem Kabinettstückchen machte. Pohl besitzt ein erstklassiges Timing, gibt dem Affen Zucker, ohne in die Klamotte abzurutschen und ist auch spontanen Improvisationen nicht abgeneigt. Von trockenem, schnoddrigem Humor auch Heike Thiem-Schneiders untreue Gattin Bettina, witzig die aufgedonnerte „Babsi“ von Ruth Willems. Das Herren-Paar Norman (Otto Beckmann) und Tom (Julian Manuel) kam sympathisch über die Rampe.

von Regine Müller
(RP 11.05.2007)
Kalle Pohl Der Witzkönig von Düsseldorf

Bei seiner Premiere in der Komödie hat BILD genau mitgezählt. In 90 Minuten gab es 188 Lacher
Düsseldorf – Die Besucher, die aus der Komödie in der Steinstraße in den regnerischen Mai-Abend strömten, hielten sich den Bauch. Ein Glücks-Schmerz.
ZWERCHFELL-ALARM.
Sie hatten die Premiere der Komödie „Norman, bist Du es?“ mit Comedian Kalle Pohl (56) erlebt – und überlebt. Ein Gag-Gewitter.
Er ist der neue Witz-König von Düsseldorf.
BILD hat ganz korrekt mitgezählt: In den 90 Minuten gab es genau 188 Lacher, 90 vor und 98 nach der Pause. Also alle 30 Sekunden ein Brüller. LACHREKORD.
BILD-TIPP: Hingehen. Mitlachen. Und nehmen Sie Tabletten mit – gegen den Lachmuskel-Kater hinterher.

(BILD 11.05.2007)
Kleiner Kalle Pohl ganz groß

„Norman, bist Du es?“ So macht Boulevard-Theater Spaß
Doch Wolters, eine Mischung aus Jack Lemmon und Louis de Funès mit einem Hauch von Ekel Alfred, will sich damit partout nicht abfinden. Er belässt es nicht bei Grübeleien darüber, „wo sich der Junge das geholt hat“, sondern unternimmt alles bis hin zum Einsatz einer Prostituierten, um ihn auf den „rechten Pfad“ zurückzuführen.
„Norman, bist Du es?“ Regisseur und Intendant Helmuth Fuschl hat in der „Komödie“ an der Steinstraße schwungvoll und geradlinig ein Stück über sexuelle Verklemmtheit voller Wahrheiten und Tiefgründigkeiten inszeniert. Dabei wächst sein Hauptdarsteller, der kleine Kalle Pohl („7 Tage, 7 Köpfe“) als verzweifelter Vater und Ehemann („Wenn ich meine Frau nicht lieben würde, hätte ich ihr die Registrierkasse nicht anvertraut“) über sich hinaus.
Alle in diesem prächtig besetzten Ensemble (Heike Thiem-Schneider als Ehefrau, Otto Beckmann als Norman, Julian Manuel als dessen Freund Tom und Ruth Willems als „leichtes Mädchen“ Babsi) geben ihr Bestes – Kalle ist der und das Beste. Bravo-Rufe und stehende Ovationen für den Irrwisch aus Köln. So macht Boulevardtheater richtig Spaß!

von Michael Grixa
(RP 11.05.2007)
Premieren-Geflüster

Manon wünscht sich schwulen Sohnemann
Einen ähnlichen Eindruck hatte wohl auch Gregor Nachtwey. Der Toleranzfaktor des Stücks war dem Referatsleiter vom Schulverwaltungsamt einen „Kulturtipp“ für Düsseldorfer Schulen wert. Und er hatte gleich Erfolg: Für nächsten Dienstag hat sich eine Klasse mit 14- bis 16-jährigen Schülern angesagt.



Düsseldorfer Kultur
Spießige Kalauer in der Komödie Steinstraße
Theater. „Norman, bist Du es?“ ist eine platte Klamotte über Homosexualität.
Tom und Norman (Otto Beckmann) leben in der großen Stadt glücklich zusammen. Dummerweise hat Norman seine Eltern über seine Homosexualität nicht aufgeklärt. Unverhofft sucht Normans Vater Bernhard (Kalle Pohl) bei seinen Filius Trost, weil seine Frau Bettina (Heike Thiem-Schneider) ihn verlassen hat.
In seinen Monologen beweist sich Pohl als Comedian, der sein Publikum anzusprechen versteht.

von Klaus Schmidt
(WZ 11.05.2007)
Stürmisch gefeiert

"Norman nimmt den Vater aus Mitleid auf, fürchtet sich jedoch davor, ihm sein Schwulsein und seinen Lebensgefährten zuzumuten. Genug Stoff für komische Situationen, Wortspiele und kabarettistische Einlagen. Daher besetzte Fuschl die Rolle von Normans Vater mit Kalle Pohl. Eine treffsichere Entscheidung.
Denn das komödiantische Naturtalent Pohl, bekannt aus Rudi Carrells TV-Runde „Sieben Tage, sieben Köpfe“, liefert in seinem unnachahmlichen rheinisch-kölschen Jargon, eine Kabinettstück nach dem anderen. Als entsetzter Vater, der sich mit der Homosexualität seines eigenen Fleisch und Blut nicht abfinden will und dies für eine Krankheit hält, liefert Pohl haarsträubende Comedy-Szenen. Er will Norman – sensibel, aber auch kess gespielt von Wonneproppen Otto Beckmann – von der „Kerle-Krankheit“ heilen und heuert eine Prostituierte in Lack, Leder und Strapsen an.

Bis ins Groteske steigern sich die Verwicklungen, wenn der vom Vater verhasste Lover Tom Normans Eltern wieder zusammenbringt. Denn Tom, der gleich zu Beginn die Hüllen fallen lässt, ist von Beruf Familien-Psychologe. Julian Manuel macht in dieser Rolle, auch angezogen, eine gute Figur. Jubel, Trubel, Sarkasmus und ein Schuss Moralin. Auch das passt zu dieser amerikanischen Komödie mit Lokalkolorit, die nicht nur Schwulen oder ihren Eltern wärmstens zu empfehlen ist."

Neue Rhein Zeitung
11. Mai 2007,
verfaßt von Michael-Georg Müller